FW-Fraktion besucht Kläranlage

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FW-Fraktion besucht Kläranlage in Karben

Abwasserreinigung in Karben eine Sache mit langer Tradition

Karben_Kranlage 

Etwas unangenehm riecht es schon, als die Wetterauer Kreistagsabgeordneten der Freien Wähler und Stephan Flindt (Piraten) sowie Kreisbeigeordneter Helmut Münch (FW) die Anlage im Karbener Gewerbegebiet betreten.

Doch schnell wird ganz anschaulich klar, dass hier nicht nur seit vielen Jahren das verschmutze Abwasser gereinigt wird. Bereits 1968 nahm der Zweckverband “Unteres Niddatal“ an diesem Standort die erste Kläranlage für 17.000 EW  in Betrieb, die ca. 10 Jahre später schon auf 40.000 EW erweitert wurde. Die erste Kläranlage auf dem europäischen Festland wurde 1882 in Frankfurt am Main in Betrieb genommen. Erst 1979 übernahm die Stadt Karben die moderne Verbandskläranlage.

Es ist beeindruckend wie die Kläranlage funktioniert“, so Laura Macho

 stv. Fraktionsvorsitzende.

 

Zur Reinigung der unerwünschten Bestandteile der Abwässer  werden mechanische, biolo-gische und chemische Verfahren eingesetzt. Moderne Kläranlagen sind dementsprechend dreistufig, wobei in jeder Reinigungsstufe eine Verfahrensart im Vordergrund steht.  

Wenn das verschmutzt Abwasser hier ankommt wird es erst einmal von Sand, Hygieneartikeln und anderen Dingen gereinigt die über die Toilette oder das Kanalsystem entsorgt wurden.

Nach der biologischen und chemischen Reinigung des Wassers bleiben als Risikofaktor nur noch Arzneimittelrückstände. Und sie stammen nur zu geringen Anteilen von Chemie-Unternehmen oder Pharma-Riesen. Vielmehr zählt jeder Einzelne zur breiten Masse der Verursacher – sofern er Medikamente nimmt. Denn ein Teil der Wirkstoffe wird   ausgeschieden und die Toilette hinuntergespült. Deshalb ist es auch so wichtig, abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente fachgerecht zu entsorgen und nicht einfach die Toilette runter zu spülen. Im Klärwerk können die Rückstände nicht aus dem Abwasser gefiltert werden, weil die Konzentrationen zu niedrig sind – und es keine gesetzlichen Vorschriften gibt. In der Trinkwasserverordnung tauchen die Rückstände nicht auf. Allerdings in Konzentrationen von Zehntausendstel einer Tagesdosis. Ein Mensch müsste schon mehr als vier Millionen Liter Wasser trinken, um die Wirkstoffmenge einer Tablette zu sich zu nehmen. Ob das Östrogen im Trinkwasser auch Auswirkungen auf Menschen hat, muss noch erforscht werden. Dazu sollte die Arbeit an neuen Klärverfahren beschleunigt werden, um besser abbaubare Medikamente zu entwickeln. Auch die Pharmaindustrie muss in die Pflicht genommen werden, so ist sich die Fraktion einig.

 

 

k_p

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