FREIE WÄHLER besuchen Diakoniewerkstatt

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FREIE WÄHLER: Zu Besuch bei der Wetterauer Diakoniewerkstatt

In Begleitung der Wetterauer Bundestagskandidatin Rebecca Scholz und des Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Ronald Berg, beide FREIE WÄHLER, besuchten einige Mitglieder der FREIE WÄHLER-Kreistagsfraktion und Interessierte die Diakonie-Werkstatt in Friedberg.

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Der Sozialdienstleiter Michael Jähnel begrüßte und informierte seine Besucher gleich. „In der Diakonie-Werkstatt erhalten Menschen mit psychischen Erkrankungen die Chance, sich beruflich neu zu orientieren und neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Hier werden Menschen aufgenommen, die unter Burnout, Psychosen, Borderline oder anderen Persönlichkeitsstörungen leiden.“                                                                                                                                    Deshalb ist die Diakonie-Werkstatt Wetterau in Friedberg mehr als ausgebucht. Längst ist sie mit ihren 84 Klienten ausgelastet, geplant wurde die Einrichtung für 60 Plätze. Und weitere 200 Namen stehen auf der langen Liste der Interessenten. Die Frage nach Statistik und steigender Nachfrage von der FREIEN WÄHLER Kreistagsabgeordneten Laura Macho erübrigt sich damit. Bei der Führung durch die Werkstatt gibt es einiges zu sehen. Hier gibt es sieben Arbeitsbereiche, Druckerei, Versand, Gartenbau, Konstruktion, Montage, Elektro und die hauseigene Küche gehört auch dazu. „In der Regel kommen hier Leute hin, die von einer schweren psychischen Krankheit gezeichnet sind. Vom ungelernten Arbeiter bis zum studierten Akademiker ist alles dabei“, sagt Sozialdienstleiter Michael Jähnel. Den psychischen Krankheiten seien oft schwere Schicksalsschläge voraus gegangen. So hätten einige starke persönliche Krisen und traumatische Erlebnisse durchmachen müssen, andere haben Gewalt oder Missbrauch in ihrer Kindheit erlebt. Auch Erfahrungen mit Drogen hätten dazu geführt, dass sich psychische Störungen entwickeln konnten. Auf die Frage von der 20jährigen Bundestagskandidatin Rebecca Scholz, wie die Menschen denn auf die Diakonie kommen, antwortet Jähnel: „Die meisten waren bereits in Therapie und sind dann über die Klinik oder eine psychosoziale Beratungsstelle an die Diakonie-Werkstatt verwiesen worden.“

„Was die Beschäftigten in der Werkstatt leisten, ist beeindruckend,“ stellt die Delegation der FREIEN WÄHLER  am Schluss der Besichtigung einstimmig fest. Die Druckerei kümmert sich zum Beispiel um das Layout und den Print verschiedener Schülerzeitungen. In der Konstruktionsabteilung werden Windspiele in verschiedensten Farben und Figuren gefertigt und für ein Museum werden dort aktuell auch römische und keltische Replikate geschaffen. „Wie es mit der Vermittlung auf den Arbeitsmarkt aussieht,“ wird vorsichtig von Ronald Berg angefragt. Doch Jähnel berichtet von ernüchternden Zahlen. „Zwei Prozent unserer Leute gelingt es, eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, im hessischen Durchschnitt sind es nur ein Prozent,“ so Jähnel. Allerdings habe er den berechtigten Eindruck, dass die Bilanz der Diakonie-Werkstatt positiver ausfalle. Denn diejenigen, die auf eigene Initiative die Werkstatt verlassen und dann einen Job finden, führt die Statistik nicht auf; er kennt diese Erfolgsgeschichten jedoch durch persönliche Gespräche.                          

Auf die abschließende Frage von Landtagskandidat Ronald Berg, was er sich von der Politik wünsche, so äußert Jähnel mit Blick auf die übervollen Plätze und die lange Warteliste, „dass eine weitere Einrichtung der Diakonie-Werkstatt für den Ostkreis der Wetterau den Menschen zu Verfügung stehen sollte.“

Laura Macho

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Wetteraukreis

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