Das Handwerk im Wetteraukreis

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Das Handwerk im Wetteraukreis bietet sichere Arbeitsplätze und ist Basis für dauerhaftes Wirtschaftswachstum.

Suche nach qualifiziertem Nachwuchs wird immer schwieriger !

Immer wieder werden mittelständische Betriebe und das HandwerFW_Bad_Vilbelk als Basis des
wirtschaftlichen Wachstums und der Bereitstellung von sicheren Arbeitsplätzen in der südlichen Wetterau benannt. Vertreter der Freien Wähler aus Karben und Bad Vilbel besuchten deshalb jüngst den Elektrofachbetrieb Winkler in Rodheim um sich ein aktuelles Bild über die Anforderungen des Kreishandwerks an die hessische Landespolitik zu machen.                        

Wie der geschäftsführende Inhaber Holger Winkler darlegte, führt er den Betrieb Elektro-Winkler Unternehmen nun in der 5.Generation. Zu seinen Mitarbeitern gehören fünf Fachkräfte und ein Auszubildender. Neben klassischen Elektroinstallationen ist sein Unternehmen auch Spezialist für High-Tech-Sicherheitslösungen. Gerade im Elektrobereich würden sich die Anforderungen aufgrund des technologischen Fortschritts immer mehr von der einfachen Installation auf komplexe elektronische Aufgabenstellungen verlagern. Anhand von Beispielen bei Kommunikationsanlagen, Netzwerktechnik sowie Alarm- und Videoüberwachungsinstallationen konnten sich die FW Besucher ein Bild davon machen, wie umfangreich das Berufsbild des Elektrohandwerks inzwischen geworden ist.                              

Als stellvertretender Kreishandwerksmeister und stellvertretender Obermeister der Elektroinnung des Wetteraukreises weis Holger Winkler aber auch wo bei den über 3300 Handwerksbetrieben im Wetteraukreis „der Schuh“ drückt. „Zwar sei die Auftragslage quer durch alle Betriebe als gut zu bezeichnen. Aber immer mehr mache sich überall ein akuter Fachkräftemangel bemerkbar. Mit dem demografischen Wandel werde sich dieses Problem in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen“ prognostiziert er. Auf die Frage des Landtagskandidaten und Bad Vilbeler Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Martin Gecks nach Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem empfiehlt Winkler eine Mehrfachstrategie. „Zum einen sollte dem Handwerk die Möglichkeit gegeben werden, früher und intensiver in den Schulen ihre umfangreiche Ausbildungspalette darzustellen. Speziell bei den Altersgruppen der 12-14jährigen Jugendlichen bestände zum Teil noch erheblicher Informationsbedarf. Leider habe das Handwerk immer noch bei den Kindern, aber auch ihren Eltern, ein schlechtes Image.

Immer noch werde deshalb versucht, möglichst eine akademische Ausbildung anzustreben, obwohl gerade das Handwerk hervorragende Zukunftsaussichten bietet. Zum anderen müssten aber auch die Handwerksunternehmen selber attraktiver für die Auszubildenden werden“ so Winkler. Zu diesem Zweck hat sich Winkler der TOPAS Arbeitsgemeinschaft angeschlossen. Dies ist ein Zusammenschluss verschiedener Handwerksbetriebe, die sich über das Maß hinaus für ihre Auszubildenden einsetzen und mit erheblichen Zusatzqualifikationen eine Top-Ausbildung im Handwerk garantieren.                                                                                     

Auf die Frage was die Politik für Veränderungen anstoßen sollte, um mittelstands- und damit handwerkerfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen fällt Winkler sofort die Steuerpolitik ein. Die ständig propagierte Einführung einer Vermögensabgabe, Wiederbelebung der Vermögenssteuer und Erhebung von Erbschaftssteuer auf das Betriebsvermögen wird vom  gesamten Handwerk abgelehnt. Zusammen mit der ebenfalls angestrebten Einkommenssteuererhöhung würden davon alle mittelständischen Handwerksbetriebe in mehrfacher Weise betroffen sein. „Es ist für uns selbstständigen Handwerker immer wieder interessant zu sehen, wie die Reden vor den Wahlen zur Stärkung des Mittelstandes im Widerspruch zu ihren mittelstandsfeindlichen Forderungen stehen“, stellt Winkler fest.                

Aber auch die flächendeckende und verbindliche Anwendung der Vergabefreigrenzen und Vergabeverfahren in Hessen, Landkreisen und Kommunen wäre eine enorme Hilfe für das Handwerk. „Wie häufig habe ich in meiner betrieblichen Praxis gesehen, dass die billigste Offerte von Betrieben aus anderen Bundesländern oder dem Ausland in der Endbetrachtung nicht das günstigste Angebot ist. Zur Nachbesserung und Schadensbehebung von fehlerhaft erstellten Leistungen wird dann der Handwerker vor Ort kontaktiert. Anstatt schon bei der Vergabepraxis auch die Qualifikation der ortsansässigen Handwerksunternehmen mit zu berücksichtigen“.                                                                                                                      Die Freie Wähler Kreistagsabgeordnete Laura Macho unterstützt mit ihren Freie Wähler Kollegen ausdrücklich die  geschilderten Anliegen des Handwerks. „Gerade bei den Freien Wählern seien viele Mandatsträger freiberuflich und selbstständig tätig so wie sie und Martin Gecks. Wir können deshalb aus eigener Erfahrung die Anregungen und Sorgen des Handwerks sehr gut verstehen und werden dies bei unserer parlamentarischen Arbeit berücksichtigen“ verspricht sie abschließend.                             

Michael Ottens

Ehrenamtlicher Stadtrat Freie Wähler Karben 

Anlage: Foto: Abgebildete Person v.l.n.r. Michael Ottens, Holger Winkler, Laura Macho, Martin Gecks,

 

 

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